Das Klirren des Wahnsinns

Pressespiegel zum Festspielsommer - Mahler-Liederabende beim Rheingau Musik Festival am 21. Juli 2011 und bei den Münchner Opernfestspielen am 23. Juli 2011
Mahlers "Lied von der Erde" (Klavierfassung) mit Piotr Beczala und András Schiff am 6. August 2011 bei den Salzburger Festspielen

 

kulturradio, Kai Luehrs-Kaiser  10. April 2010
(Johann Sebastian Bach, Matthäus-Passion, Berliner Philharmonie, 9.-11.4.2010)

Hauptfigur: Christian Gerhaher als Jesus. In Block E platziert (es wird öfters aus dem Publikum heraus gesungen), steigert er sich, den Augenblick verwandelnd, hinreißend ins Zentrum der Aufführung hinein. Mein Rat (der hoffentlich noch einige Jahre Gültigkeit behalten kann): Wo immer dieser Mann dabei ist, lohnt sich ein Besuch. Der vielleicht beste Live-Sänger, den ich überhaupt erlebt habe.

 

Generalanzeiger Köln – 3. März 2010
(Robert Schumann, Szenen aus Goethes Faust, Kölner Philharmonie, 1.3.2010)

Vor Christian Gerhaher (Faust) nach seinem Mahler-Liederabend ein erneuter Kniefall: ein Sänger mit allen positiven Eigenschaften eines Dietrich Fischer-Dieskau.

 

Berliner Zeitung – 2. März 2010
(Robert Schumann, Szenen aus Goethes Faust, Kölner Philharmonie, 1.3.2010)

Aus der Solistengruppe ragte durch die Souveränität der Gestaltung Christian Gerhaher heraus. Als Faust und in der höher liegenden Partie des Doctor Marianus gelangen ihm die großen Steigerungen zu schneidender Leidenschaft ebenso wie die fahl zurückgenommenen Augenblicke der Besinnung und Erkenntnis. Bei aller Emphase der Textdeutung war dies ein Singen, das auch im Ton der Musik aufging, im Dialog mit dem Solocello, im fahlen Schimmern der Streicher.

 

Kölnische Rundschau – 2. März 2010
(Robert Schumann, Szenen aus Goethes Faust, Kölner Philharmonie, 1.3.2010)

Doctor Marianus' Gesang „Höchste Herrscherin der Welt“ klingt mit seiner in sanften Harfenklang eingebetteten Bariton-Melodie wie eine Antwort auf Wolframs „Abendstern“-Gesang aus dem „Tannhäuser“. Ergreifender Mittelpunkt war denn auch Christian Gerhaher, der neben diesem Part natürlich auch die Hauptrolle Faust übernahm. Sein sanft fülliges, liedhaftes und immer nachdenkliches Timbre passte hervorragend zum ewig suchenden Gelehrten.

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung – 28. Februar 2010
(Robert Schumann, Szenen aus Goethes Faust, Berliner Philharmonie, 26./27.2.2010)

…und, als Faust, den anbetungswürdigsten Bariton unserer Tage, Christian Gerhaher, der den Faustmenschen einkleidet in alle nur denkbaren Menschenstimmenfarben: von fahler, mürber Verzweiflung über innigste Demut bis zum promethisch-metallischen Jubel.

 

Neue Musikzeitung online – 27. Februar 2010
(Robert Schumann, Szenen aus Goethes Faust, Berliner Philharmonie, 26./27.2.2010)

Die Höhepunkte aber bestreitet der Bariton Christian Gerhaher als Faust. Wie er – bei stets bester Diktion – stimmlich zu charakterisieren vermag und kollegial zurücknimmt, um Nebenstimmen (etwa dem Knabenchor) den Vortritt zu lassen, das ist höchsten Lobes wert. Sein „Verweile doch, du bist so schön“, ist ein Augenblick, der dem Hörer nachhaltig im Gedächtnis eingegraben bleibt.

 

Klassik.com – 27. Februar 2010
(Robert Schumann, Szenen aus Goethes Faust, Berliner Philharmonie, 26./27.2.2010)

Es war der Abend des Christian Gerhaher. Kaum ist ein idealerer Sängercharakter vorstellbar, der Robert Schumanns verschiedenen Inkarnationen der Faustgestalt in den 'Szenen aus Goethes Faust' Stimme verleihen könnte. Der Bariton aus Bayern ragte aus einem ohnehin bereits exzellenten Solisten-Ensemble heraus […]

 

Christian Gerhahers Kunst

Faust ist eine Figur, die zwischen Opern- und Lied-Gestus wechselt, die höchst dramatische Momente und solche von großer Innerlichkeit hat. Gerhaher, geschult, geschliffen an Schumanns Liedern, fasst Faust als einen in seiner Grunddisposition erzürnten, jähzornigen, aufrührerischen Charakter auf, der erst im Moment der Verklärung zu einer gewissen Milde findet. Das hat bezwingende Konsequenz. Apropos "schlechte Instrumentation": Möchte wirklich jemand die hinreißende, von Harfen, schalen Geigenklängen und sanften Horn-Rufen begleitete Passage 'Höchste Herrscherin der Welt' als verbesserungsfähig bezeichnen? Gerhaher bietet gerade in diesen Momenten eine Darstellung von höchster Präsenz und gestalterischer Dichte, die ihresgleichen sucht und mit Bravo-Rufen gefeiert wurde.

 

Rühren mit Silbertönen jedes weiche Herz

Eine Sternstunde des Liedgesangs

Jürgen Gerth, Maintal Tagesanzeiger, 13.07.2009 (Franz Schubert, Liederabend, 7.7.2009)

 

Schönes Herzenselend

"Gerhaher deckt das gesamte emotionale Spektrum ab und wirkt in jedem Lied so authentisch, als habe er sich nur auf diese Zeilen vorbereitet."

Daniel Honsack, Frankfurter Neue Presse, 11.7.2009 (Franz Schubert, Liederabend, 7.7.2009)

 

Etat de grâce
Auditorium du Musée d’Orsay, Paris

Sylvain Forte, Forumopera.com (Franz Schubert, Liederabend, 18.6.2009)

 

"Ein Phänomen, so zu singen, als wäre es keine Kunst, so ansatzfrei und ohne den Habitus, der zu Lied-Sängern zu gehören scheint: Kaum korporale Dynamik, keine nennenswerte Theatralik der Gesichtsmuskulatur. Gerhaher scheint wirklich zu singen, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Er hat einen Grad an Disziplin erreicht, die es ihm ermöglicht, die Kultivierung seines Stimmmaterials als gesteigerte Natürlichkeit erscheinen zu lassen. Das ergreift das Publikum so, dass es nach einem immer zurückgenommeneren Verlauf des Abends, zuletzt mit Eichendorffs schwermütiger Manifestation "Der Einsiedler" in Ovationen ausbricht."

Bernhard Uske, 7. Mai 2009, Frankfurter Rundschau (Robert Schumann, Liederabend, 5.5.2009)

 

Ewig… Ewig…

"Christian Gerhaher confirme qu’il est un des plus grands chanteurs de lieder du moment : chaque mot a son importance, la couleur vocale est infiniment soignée, jusqu’à cette évaporation finale « Ewig… Ewig… » à peine perceptible. Les quelques secondes de silence total entre la dernière note et le déluge d’applaudissement en disent long sur la qualité exceptionnelle de ce concert."

Maxime Kaprielian, resmusica.com, 01.05.2009, (Gustav Mahler, Das Lied von der Erde, Paris, Salle Pleyel, 28.IV.2009)

 

Concerts classiques - Le sacre de Christian Gerhaher
Cet enregistrement du Chant de la terre semble se justifier pour la prestation quasi lunaire de Christian Gerhaher dans l'Abschied (dernier mouvement), avec une différenciation très marquée et idéale entre les passages requis «sans expression» et les sections émotionnellement habitées. Gerhaher est un maître du Lied et cela s'entend.

Le Devoir, 14.01.2009, Christophe Huss (Gustav Mahler, Das Lied von der Erde, Ltg. Kent Nagano, Montréal, 13./14.01.2009)

 
Nagano a choisi la version - autorisée par Mahler - où un baryton remplace la voix grave de femme. En fait, ne remplace pas, car rien n'égale dans ces textes un mezzo ou un contralto. Mais l'intelligence, l'émotion et le timbre de Christian Gerhaher nous ont presque convaincus hier soir.

Cyberpresse, 14.01.2009, Claude Gingras (Gustav Mahler, Das Lied von der Erde, Ltg. Kent Nagano, Montréal, 13./14.01.2009)

 

Versuche einmal einem, der Christian Gerhaher nie gehört hat, das Gerhahersche Pianissimo im Schumannschen "Ich hab' im Traum geweinet..." zu erklären. Ein Pianissimo, das überhaupt nicht durch Leiser-sein zum Pianissimo wird, sondern durch seine Traurigkeit."

Martin Walser, Süddeutsche Zeitung, 17.12.2008 (Joachim Kaiser zum 80. - Ohr, du Fröhliche)

 

Atem und Tod
Mahlers „Kindertotenlieder“ und Mozarts „Requiem“ am Sonntag (30.11.) im Dialoge-Konzert der Camerata Salzburg unter Gerd Albrecht. Es sangen Christian Gerhaher, der Salzburger Bachchor und ein hochkarätiges Solistenensemble.

Heidemarie Klabacher, DrehPunktKultur - Die Salzburger Kulturzeitung im Internet, 01.12.2008

 

Not just a voice

A lieder singer of distinction debuted last week at Brussels' La Monnaie/De Munt

Patrice Lieberman - the Bulletin, 26.10.2008

 

"In der Frankfurter "Tannhäuser"-Produktion hatte Christian Gerhaher im vorigen Jahr einen sensationellen Erfolg verbuchen können. Jetzt eröffnete der charismatische Sänger die neue "Pro-Arte"-Saison. (...) Mit intensiv leuchtendem Timbre, vorbildlicher Textausdeutung und einer bewundernswerten Geschmeidigkeit seines samtenen Baritons vermochte Gerhaher in idealer Weise das Endzeit-Stimmungsbild auszuloten."

FAZ, 27.09.2008 (Brahms, Vier ernste Gesänge, Ltg. Semyon Bychkov, Frankfurt, 24.09.2008)

 

"Der fabelhafte Bariton Christian Gerhaher war in seiner nobel-ernsthaften Art der richtige Exeget dieser Bibeltexte von den letzten Dingen. Er verbindet abgrundtiefe Trostlosigkeit mit lyrischen Hoffnungsstrahlen, verdichtet den liedhaften Grundton und versieht ihn mit ausdrucksvollen vokalen Gipfeln."

Nürnberger Nachrichten, 25.09.2008 (Brahms, Vier ernste Gesänge, Ltg. Semyon Bychkov, Nürnberg, 23.09.2008)

 

"Christian Gerhaher, einer der besten und geschätztesten Baritone unserer Tage, bestach hier nicht nur durch beseelte Artikulation und sichere Stimmführung, sondern dosierte auch die Ausdrucksvarianten klug: im einleitenden Trauermarsch fand er bei der Hinfälligkeit allen irdischen Daseins zum düsteren Predigerton; Mitgefühl mit der leidenden Kreatur vermittelte sein geschmeidiges Timbre; kraftvoll vorgetragene Vokale gaben eine Ahnung von Todesangst. Schließlich triumphierte die Liebe über die Trauer, fanden Gerhaher und das Orchester zu einem versöhnlichen Ende, das den Gang in die Pause leichter machte."

Thomas Heinold, Nürnberger Zeitung, 25.09.2008 (Brahms, Vier ernste Gesänge, Ltg. Semyon Bychkov, Nürnberg, 23.09.2008)

 

"Als ganz besonders gelungen erwies sich die Wahl des Baritonsolisten. Christian Gerhaher füllte den erforderlichen Ambitus mühelos aus und interpretierte mit kluger Dosierung dramatischen Ausdrucks und feiner Dynamik."

Olaf Weiden, Kölnische Rundschau, 20.09.2008 (Brahms, Vier ernste Gesänge, Ltg. Semyon Bychkov, Köln, 18./19.09.2008)

 

Sollst sanft in meinen Armen schlafen
Christian Gerhahers und Gerold Hubers Liederabend

Annette Eckerle - STUTTGARTER ZEITUNG, 05.09.2008

 

Ein Sänger macht Theater

Mehr Gestaltung als Gesang: Der packende Liederabend des Baritons Christian Gerhaher

Susanne Benda - STUTTGARTER NACHRICHTEN, 05.09.2008

 

Die Stimme des Prometheus
Der Bariton Christian Gerhaher und der Pianist Gerold Huber mit Liedern von Franz Schubert, Pavel Haas und Gustav Mahler

Martin Mezger - Eßlinger Zeitung, 05.09.2008

 

"Baritone Christian Gerhaher put his big, smooth voice to impressive use in four strictly macho arias, including an extended one originally intended for Guglielmo in "Cosi fan tutte" but dropped by Mozart as too heavy for the action. This and Figaro's "Se vuol ballare," his taunt to his nemesis, Count Almaviva, fell between the cracks in the "Linz."
Later, there was more Figaro ("Non piu andrai"), along with a switch to Almaviva ("Hai gia vinto la causa"), requiring a heftier tone. All four arias were rendered with such veiled snarl and menace that you wondered if this singer had a lyrical mode. Indeed he did. As an encore, he turned oily seducer in Don Giovanni's balcony serenade, complete with mandolin accompaniment."

Andrew L. Pincus - The Berkshire Eagle, 02.08.2008

 

"Between the movements Christian Gerhaher, a baritone with a rich tone and a seemingly infallible ear for dramatic phrasing, gave rich-hued accounts of the concert aria 'Rivolgete a lui lo sguardo' (K. 584) and 'Se vuol ballare,' from 'Le Nozze di Figaro.'
Later in the program Mr. Gerhaher returned to give vital performances of two more 'Figaro' arias, 'Non più andrai' and 'Hai già vinta la causa,' and, as an encore, 'Deh vieni alla finestra,' from 'Don Giovanni.'"

Allan Kozinn - New York Times, 02.08.2008

 

"Saturday night in Harris Hall, baritone Christian Gerhaher sang an extraordinarily fine program of Schumann songs. Gerhaher's shock of curly hair and shy demeanor drew his audience close, and his silky sound wove an entrancing spell. His high baritone soared easily to gleaming high notes, with no sense of strain. He displayed an actor's attention to words and their meaning, coupled with a musician's sense of phrasing and dynamics. The music just flowed. Each song in "Dichterliebe," the centerpiece of the evening, had tremendous individuality, while fitting seamlessly with the ones around it. That's outstanding lieder singing.

Harvey Steiman - THE ASPEN TIMES, Aspen, Co Colorado, July 30, 2008

 

"[...] That last song, a sort of second movement to the much shorter ones that came before, sounded not unlike “Der Leiermann” from Schubert’s Winterreise when flute and baritone presented their lamento over the double bass’ pedal point. Suddenly the work’s greatness was easy to detect and feel. And throughout there was Gerhaher’s pianissimo that stood in the room as if spoken: immovable, utterly exposed, with deadly accuracy and such great delicacy and control that only superlatives would do it justice: think of a cellist, who manages to get the finest, yet softest tone from his instrument instantaneously, instead of wiggling his way to the right pitch and dynamic level. That’s how Gerhaher’s “Ewig”. They really were “ewig” as they faded into the silence of the Herkulessaal, not hushed but nearly inaudible – terrific!"

Jens F. Laurson - SEEN AND HEARD INTERNATIONAL CONCERT REVIEW (Konzert, 26., 27.06.2008, München Herkulessaal, 29.06.2008 Bad Kissingen)

 

Stern der Woche für Bariton Christian Gerhaher
Glücksfall mit dem Lied von der Erde
"
Christian Gerhaher dagegen ließ keinen Zweifel daran, dass diesmal ihm die Palme gebührt. Vor allem in den zwanzig bewegenden Minuten des Schlussgesangs "Abschied" war jeder Takt mustergültig gestaltet. Die exzentrischen Gefühlswallungen Mahlers schraubte Gerhaher, eindringlich begleitet von den BR-Symphonikern unter Daniel Harding, auf die erträgliche Romantik eines Schubert-Liedes zurück. Und bewies damit ganz nebenbei, dass opernhaft aufgeplusterte Dramatik auch bei extrovertiert um den Effekt buhlender Musik nicht immer die beste Lösung ist."

AZ - Stern der Woche, München, 28.05.2008, Volker Boser (Konzert, 26., 27.06.2008, München Herkulessaal, 29.06.2008 Bad Kissingen)

 

"Christian Gerhaher sang sieben Lieder aus "Des Knaben Wunderhorn". [...] Er übertrug die Emotionen dieser Lieder – etwa in Der Schildwache Nachtlied – so unmittelbar auf den Zuhörer, wie das nur wenige vermögen."

Der Standard - Wien, 04.06.2008 (Konzert, 02.06.2008, Musikverein Wien)

"Mit fulminanter Technik und prägnanter Diktion unterstrich Christian Gerhaher seinen hohen Rang als Liedsänger [...]mit eindrucksvollen Höhenflügen zwischen äußerster Kraft und zart dahinschmelzender Voix mixte."

Wiener Zeitung, 03.06.2008 (Konzert, 02.06.2008, Musikverein Wien)

 

"Mahlers Wunderhornlieder gehörten zu den berührendsten Momenten dieses Konzerts, nicht zuletzt aufgrund der wunderbaren Darstellung des Baritons Christian Gerhaher. Die ganze Mahlersche Welt entstand in all ihren Farben, mit nahezu exstatischen Zügen wurden die Kontraste zwischen dem schwermütigen "Wo die schönen Trompeten blasen" (bravissimo und mit der richtigen Theatralik Christian Gerhaher) und "Urlicht", mit dem dieser Teil schloss, herausgearbeitet."

Corriere fiorentino, 03.06.2008 (Konzert, 31.05.2008, Maggio musicale fiorentino)

 

"Um diese schillernde Klanglichkeit zu vervollständigen, kommt noch die aufsehenerregende Stimme des Baritons Christian Gerhaher dazu, die alle nur möglichen Gaben eines Sängers auf sich vereint: eine homogene Tessitura und ein ausnehmend schönes Timbre, Beweglichkeit, eine unfehlbare Genauigkeit in der Intonation, selbst im pianissimo, eine Darstellungskunst, die das Herz mit bewegender Einfachheit anrührt."

Il corriere di Firenze, 02.06.2008 (Konzert, 31.05.2008, Maggio musicale fiorentino)

 

"Christian Gerhaher has become the first and foremost interpreter of the German Lied in the last few years. [...] In Wolf's "Gesänge des Harfners" Gerhaher built the picture of loneliness with a chilling clarity and with a breathtaking intensity. His diction was as easy as his breathing. [...] His voice is amazingly fresh and beautiful - but also strinkingly powerful which came as a great surprise, when the Harfenspieler rose his voice to fly the heavenly powers . His low register has a great warmth and sound. [re excerpts from Schumann "Faust Scenes"] It is a miracle how Gerhaher's singing - technically impeccable and polished - sounds as if he was telling a story. His ability of directing his words directly to the audience is unique."

Helsingin Sanomat, 18.05.2008, von Jukka Isopuro - (Konzert, 16.05.2008, Helsinki, Temppeliaukio Kirche)

 

Distanz zum grausamen Leid der Welt", WAZ Essen, 06.05.2008, Werner Häußner
Christian Gerhaher gastierte mit einem Schumann-Programm in der Philharmonie. Bariton überzeugte mit phänomenaler gestalterischer Intelligenz.

 

"But this and other hints of wildness were carefully placed accents in a nuanced performance. His [Gerhaher's] restraint was appropriate, since 'Die Schöne Müllerin' is a story of unspoken, tacit, thwarted passion. … The piano was an equal partner, played clearly and fully, with expression, as if acting out the singer’s inner thoughts, or limning the reality around him.“ 

New York Times, October 23, 2007(Liederabend in der Carnegie Hall)

 

„Doch das Publikum war sich der Einmaligkeit des Abends bewusst, ließ sich vergleichsweise aufmerksam auf den todesseligen Psychotrip ein und dankte für die Erstbegegnung mit diesem einzigartigen Sänger und seinen aufwühlenden Interpretationen mit Jubel. Gerhaher sang anstelle von Patricia Petibon, war kein „Einspringer“, sondern einer der derzeit technisch und gestalterisch besten Liedsänger überhaupt, ein herausragender Künstler.“

Standard, 24.08.2007 (Liederabend bei den Salzburger Festspielen)

 

„Wuchtig erklangen die dramatischen Einwürfe, klug drosselte er [Ingo Metzmacher] die Dynamik, um den Solisten – der mit kräftiger Emphase aufwartenden Ricarda Merbeth, dem hell timbrierten, sensibel artikulierenden Ian Bostridge und dem gewohnt tiefgründig den Part auslotenden Christian Gerhaher – Raum für ihre aufrüttelnde Botschaft zu geben.“

Die Presse, 17.06.2007 (Britten: War Requiem mit Wiener Philharmonikern unter I. Metzmacher im Musikverein)

 

„Keine nennenswerten Einwände auch bei den Solisten, aus denen Christian Gerhahers machtvoller, wandelbarer, textgezeugter Weltklasse-Bariton herausragt.“

Leipziger Volkszeitung, 07.06.2007 (MDR-Rundfunkkonzert unter Hartmut Haenchen)

 

„Wer sich jedoch länger ‚einhört’, dem offenbart sich eine Stimme von einzigartiger Schönheit. Sein Bariton verströmt balsamischen Wohllaut, wobei diese äußerliche Schönheit einen geheimnisvoll melancholischen Kern ummantelt. Der Sänger pflegt seine Kunst der Andeutungen und kleinen Gesten, des subtilen Farbenspiels.“

Kronenzeitung, 01.06.2007 (Liederabend mit Gerold Huber in Graz)

 

„Christian Gerhaher (38) besitzt eine der schönsten Baritonstimmen unserer Zeit. Er rückt aber nie die außergewöhnliche Schönheit seines farbenreichen Materials als Selbstzweck in das Rampenlicht, sondern stellt es stets in den Dienst einer durchdachten, aber nie kalkuliert wirkenden, ausdrucksstarken Interpretation, bei der Textausdeutung und musikalische Linienführung in perfekter Balance stehen. (…) Im Stephaniensaal trug er drei selten zu hörende Zyklen von Robert Schumann (op. 24, 36 und 90) vor, denen er Lieder des steirischen Komponisten Hugo Wolf gegenüberstellte, die seinem Pianisten Gerold Huber Gelegenheit gaben, seine Virtuosität auszuspielen.“

Kleine Zeitung, 01.06.2007 (Liederabend mit Gerold Huber in Graz)

 

„Gerade der Liedsänger ist Geschichtenerzähler, Überbringer von Emotionen, meist Liebe und Schmerz. Zum Auftakt seiner dreiteiligen Werkstatt ist das Gerhaher gemeinsam mit dem Pianisten Gerold Huber vortrefflich gelungen. (…) Das alles spielt sich zwischen Gerhaher und Huber absolut organisch ab, jeder Impuls wird offenkundig immer wieder aufs Neue gelebt. Dass der Sänger dabei seinen Tonraum mit souveräner Leichtigkeit beherrscht, der Pianist ein begnadeter Klangentwickler ist und beide über eine perfekte Körperspannung verfügen, hilft dabei natürlich auch.“

Frankfurter Neue Presse, 14.05.2007 (Liederabend mit Gerold Huber)

 

„Über diesem vielfach durchbrochenen Orchestersatz singt, von Luisi auf Händen getragen, die Titelpartie (nebst. Dr. Marianus und Pater Seraphicus) der derzeit wohl beste Bariton deutscher Zunge: Christian Gerhaher. Ob der im Garten auf verliebte Wallung setzt, beim Sonnenaufgang auf hymnische Ekstase oder im Angesicht der Sorge zur Mitternacht auf versunkene Reflektion, ob er, den Tod vor Augen, auf dem Vorhof des Palastes still auf Erfüllung hofft: Dieser Ausnahme-Sänger findet den richtigen Ton, das richtige Register, die richtige Farbe, die Balance zwischen liedhafter Intimität und einem hohen Opernton, der der Szene nicht bedarf. Intelligent gestaltet, intelligent begleitet ...“

Leipziger Volkszeitung, 24. April 2007

 

„Christian Gerhahers Bariton bestach durch Ausdrucksstärke wie auch durch leichte, fast tenorale Höhe und die unverwechselbar timbrierte, tragende Tiefe.“

Der Standard, 13. Dezember 2006 (Brahms Requiem mit den Wiener Symphonikern unter Vladimir Fedosejev)

 

„Die fantastisch disponierten Chorensembles Rundfunkchor Berlin und Niederländischer Kinderchor sowie der alles überragende Christian Gerhaher als lyrischer Brennpunkt Jean–Charles sorgten für subtilste, farbenreiche Atmosphäre.“

RBB Kulturradio, 9. November 2006 (Henzes „Floß der Medusa“ unter Simon Rattle)

 

„Berückend schöne Momente entstehen, die er mit Feingefühl auskostet. Selten hört man eine so perfekt und kontrolliert geführte Stimme (…) Doch Gerhaher kann durchaus auch für Dramatik sorgen. Er hat ausreichend Energie, die er zu bündeln versteht.“

Krone, 09.10.2007 (Liederabend in Wien)

 

„Jede Silbe artikulierte Christian Gerhaher bei seinem SHMF-Schumann-Liederabend in der Blankeneser Kirche am Markt vorbildlich und zugleich kunstvoll – und gab damit Heines Wortschöpfung gewissermaßen das musikalische i-Tüpfelchen; also genau das, was die Verknüpfung von Sprache und Musik im Kunstlied erst vollkommen macht. Der Bariton… ist ein kluger Text- und Musikausdeuter. Wenn er singt, gehen Wort und Ton eine symbiotische Beziehung ein. Seine Sprachmusik ist bestechend. Und das hebt Gerhaher von anderen Liedsängern ab.“

Hamburger Abendblatt, 17. August 2006 (Liederabend und NDR-Musikpreisverleihung beim SHMF 2006)

 

"There was not a weak link in the cast. … The baritone Christian Gerhaher made a wistfully befuddled Papageno.”

The New York Times, 7. August 2006 (Salzburger Festspiele "Die Zauberflöte")

 

„In dieser von keiner Weltanschauung getrübten Inszenierung, bei er die Frage nach dem Guten und dem Bösen und wer die Prinzipien möglicherweise repräsentiert, gar nicht erst gestellt wird, rücken so auch die ganz aus einem monströsen Kasperletheater entwickelten Figuren wie Papageno in den Mittelpunkt des Geschehens. Christian Gerhaher gibt der Figur des Mozartschen Vogelhändlers nicht nur darstellerisch, sondern auch durch die Präsenz seines wohl artikulierenden Baritons entsprechende Kontur.“

Frankfurter Allgemeine, 31. Juli 2006 (Salzburger Festspiele "Die Zauberflöte")

 

 

„Aber bei den Solisten! Denn in Salzburg kann man nun den besten Papageno sehen, den es derzeit gibt. Christian Gerhaher ist geschult an Schuberts gesamten Liedschaffen, daher hat er eine vorbildliche Sprachbehandlung, auch beim Sprechen. Er hat die für die Rolle notwendige Natürlichkeit und einen so umfassenden, leuchtenden, herrlich elastischen Bariton, dass er zum grandiosen Höhepunkt dieser sehr gut besetzten Aufführung wird."

Stuttgarter Zeitung, 31. Juli 2006 (Salzburger Festspiele "Die Zauberflöte")

 

„Eine Wohltat an nicht überdrehter Komik bietet Christian Gerhaher als Papageno, der sich mit seinem wunderbar expressiven, biegsam-weichen Bariton nicht von ungefähr auch der Liedkunst widmet.“

Süddeutsche Zeitung, 31. Juli 2006 (Salzburger Festspiele "Die Zauberflöte")

 

„Zum Auftakt der ‚Styriarte’ in Graz hat Nikolaus Harnoncourt … Schumanns ‚Szenen aus Goethes Faust’ erarbeitet: mit dem Chamber Orchestra of Europe und dem Arnold Schoenberg Chor – und mit einem Sänger als ‚Faust’, den man nur als Glücksfall bezeichnen kann: Christian Gerhaher, ist bekanntermaßen ein geeichter Liedgestalter, und er rettet die feine Ausdrucksskala hinüber in diesen Mischstil zwischen ‚liedgemäß’ literarischer Gestaltung und Opern-Attitüde, die Harnoncourt in seiner Interpretation nicht nur zugelassen, sondern durchaus mutig verstärkt hat: Es war keine Wiedergabe der zaghaft verhaltenen Töne, sondern ein mit großer Geste ‚gemaltes’ Faust-Panorama, ausgehend von der Gartenszene … bis zum Finale aus Faust II, dem ‚Chorus Mysticus’.“

Wiener Zeitung, 27. Juni 2006 (Schumann Faust-Szenen unter Harnoncourt)

 

„ Exzellent das Sängerensemble: allen voran der lyrische Bariton Christian Gerhaher, der den Faust zwischen irdischer Vulnerabilität und Hoffen auf Erlösung bis in die kleinste Silbe mit stupender Artikulationskultur und Stimmqualität gestaltet.“

Der Standard, 25. Juni 2006 (Schumann Faust-Szenen unter Harnoncourt)

 

„Doch die Künstler ließen im folgenden nie einen Zweifel an einem Liedstil, der auf vokaler wie instrumentaler Ebene durch Subtilität der Zwischentöne geprägt war; bewundernswert die Suggestionskraft, die die Hörer in atemloses Lauschen bannte. Was soll man mehr bewundern: die Abrundung des hell timbrierten Baritons, das Legato bei aller Präzision der Textdeklamation … der mühelose Übergang in allen Lagen (der Begriff "Register" wäre fast eine Kränkung)?“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. Juni 2006 (Liederabend mit Gerold Huber in der Oper Frankfurt)

 

„Phänomenal ist das vollkommen durchgebildete Parlando, das gleitend wie bei einem Schwellregister der Orgel von zartesten Schwebungen bruchlos in strahlenden Glanz und höchste vokale Kraft übergehen kann. Das Wagnis schmalster Lineatur, die ohne jeden Druck sich ausrollenden Kreisfiguren, das immer wieder im genau gleichen Duktus Ansetzen von Phrasen - Gerhaher geht solche gestalterischen Wagnisse jederzeit in allen Lagen ein und gerät dabei kein einziges Mal in brenzlige Situationen. Der Ausdruck des Ausdruckslosen als Freiheit des vokalen Sinnierens hat man als eine spezifische Qualität von Schuberts Ausdruck so noch nicht erlebt.“

Frankfurter Rundschau, 22. Juni 2006 (Liederabend mit Gerold Huber in der Oper Frankfurt)

 

Danach standen Mahlers „Lieder eines fahrenden Gesellen“ auf dem Programm des Abo-Konzertes. Und damit der Höhepunkt des Abends: Christian Gerhaher. Ein heller Bariton, der schon mit Schubert-Liedern Furore gemacht hat. Perfekt umrissene, kultivierte Töne mit leichter, leiser Höhe, verschattet im schmerzlichen Vibrato des todesverliebten ‚Gesellen’, warm und doch mit dramatischen Aspekten. Die drängende Qual, wenn ‚mein Schatz Hochzeit macht’, wird klanglich selten so präsent.“

Neue Presse Hannover, 25. März 2006

 

„Die Meßlatte in Sachen Schubert-Interpretation hängt hoch. Erst recht, wenn man dem Stimmfach Bariton angehört und schon allein deshalb schonungslos dem Vergleich mit Dietrich Fischer-Dieskaus intelligenter, hochsensibler Liedkunst ausgesetzt ist. Christian Gerhaher, der am Montag im Kleinen Saal der Musikhalle mit einem Schubert-Abend gastierte, braucht diesen Vergleich nicht nur nicht zu scheuen, er hat die Meßlatte sogar noch höher gehängt.“

Die Welt, 01.03.2006

 

„Und je länger man ihm zuhört, desto deutlicher wird, warum der junge Sänger, der ja durchaus auch auf der Opernbühne Furore macht …, zu den derzeit begehrtesten und besten Liedsängern gehört: Er kann mit seiner Stimme jene Stimmungen und Farben erzeugen, die Schubert mit seiner Musik ausdrückt.“

Die Rheinpfalz, 25. Februar 2006 (Liederabend mit Gerold Huber in Kaiserslautern)

 

„Trost und Zuversicht sind die dominierenden Komponenten auch im Requiem Maurice Duruflés, das die Sächsische Staatskapelle und der Chor der Sächsischen Staatsoper unter Leitung ihres künftigen GMD Fabio Luisi in ihrem Gedenkkonzert boten… Christian Gerhaher erwies sich als äußerst wandlungsfähiger Sachwalter der Baritonsoli, nachdem er zuvor schon die den oft vollmundigen Klängen Duruflés so gegensätzliche ‚Kreuzstab-Kantate’ Johann Sebastian Bachs getragen hatte. Von kräftiger Tiefe bis zu tenoralem Glanz stehen Gerhaher alle Timbres zur Verfügung, und gemeinsam mit Luisi und der kleinen, agilen Orchesterbesetzung (aus der nicht das bei aller Virtuosität wunderbar fließende Oboensolo Sebastian Römischs vergessen sei) gestaltete er eine berührende Interpretation der Kantate, beschlossen von einem ganz aus dem Text entwickelten Choral der hier knapp 20 Choristen.“

Dresdener Neueste Nachrichten, 16.02.2006

 

„… vor allem mit dem sehr linear, lug und makellos gestaltenden Christian Gerhaher (Bariton) konnte Harnoncourt auf weitere exzellente Solisten vertrauen.“

Münchner Merkur, 23.10.2006 („Das Paradies und die Peri“ - Symphonieorchester des BR unter Harnoncourt)

 

„Dafür wurde die Titelpartie bei Blomstedt geradezu traumbesetzt mit dem famosen Christian Gerhaher. Er ist ein streitbarer, jugendlicher, zorniger, verzweifelter, alttestamentarischer Elias mit seinem hellen Bariton-Timbre – kein zottelbärtiger salbungsvoller Bassprophet mehr, wie ihn Petteri Salomaa in der Herrewegheschen Einspielung ganz und gar üblicherweise vorstellte. Diese Rolle ist anders komponiert und gemeint: Es handelt sich um das Porträt eines noch jungen Mannes.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2005 (Neueinspielung Mendelssohns „Elias“ mit Gewandhaus-Orchester Leipzig, RCA)

 

„Christian Gerhaher kann als Elias mühelos neben Fischer-Dieskau bestehen. Er ist der Star der Aufnahme.“

Abendzeitung, 20.08.2005 (Neueinspielung Mendelssohns „Elias“ mit Gewandhaus-Orchester Leipzig, RCA)

 

„Auch die Gesangssolisten sind erste Güte. …der mit prächtigen stimmlichen Mitteln gesegnete Bariton Christian Gerhaher meistert die Tücken seines anspruchsvollen Parts ohne Fehl und Tadel.“

Zürcher Oberländer, 29.07.2005 (Neueinspielung „Carmina Burana“, EMI)

 

„Bei der „Schubertiade“ der Schwetzinger Festspiele repräsentierten Gerhaher und sein fabelhafter Begleiter Gerold Huber mit der Sammlung „Schwanengesang“ und ausgewählten Liedern des Komponisten Schubert abseits der populären Zyklen. Keine Liebe auf den ersten Blick; dazu wäre das freundliche Strophenlied „Liebesbotschaft“ auch denkbar ungeeignet. Aber dann! In einem stetigen Crescendo vokaler Pracht und überwältigender Ausdruckskraft entfaltete sich Gerhahers auf sicherem Bassfundament zu erstaunlicher Höhenexpansion fähiger, kerniger Bariton. Wie zutiefst wahrhaftig vermittelt doch der junge Sänger den Empfindungsreichtum der Verse von Ludwig Rellstab zwischen „Kriegers Ahnung“ und „Leise flehen meine Lieder“, wie bezwingend den bitteren Sarkasmus Heinrich Heines. Christian Gerhaher beherrscht perfekt die Kunst des mezza voce; umso erschütternder die großen, dramatischen Ausbrüche („Der Atlas“, „Der Doppelgänger“), denen er dann eine erlösend-leichtfüßige „Taubenpost“ hinterhersendet.“

Schwetzinger Zeitung, 20.05.2005 (Liederabend mit Gerold Huber)

 

„Christian Gerhaher ist mit seinem flexiblen, hell timbrierten Bariton und mit gleichermaßen intelligenter wie emotionaler Gestaltung bei Bach und Holliger immer wieder hörenswert.“

Leipziger Volkszeitung. 09.05.2005 (Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Heinz Holliger)

 

„Der Orfeo-Sängerdarsteller Christian Gerhaher hält mit seiner gestischen und vokalen Expressivität die ganze Aufführung zusammen und versieht sie mit Spannungsimpulsen (…)“

FAZ, 15.03.2005 (Frankfurter Oper, „Orfeo“)

 

„(…) Unvergleichlich! Dieses Prädikat verdient auch ein junger Sänger, Christian Gerhaher, der sich im Mozartsaal mit einem Schumann-Programm in die Herzen des Publikums sang. Welche Kraft der Erzählung, welche Magie des Ausdrucks! Rückhaltlos lässt sich der Bariton auf alle Gefühlsnuancen ein, stimmliche Schattierungen stehen ihm mühelos und mannigfaltig zur Verfügung. Voll sachter Poesie spannt in "Mondnacht" die "Seele ihre Flügel aus". Gerade noch "trunken vom großen Glück" (Schöne Fremde) nimmt "Auf einer Burg" der alte Ritter melancholisch-wehmütig Gestalt an. Aufregend unterstreicht, widerspricht, sinniert Gerold Huber am Klavier. Eine seelenvolle Klangreise.“

Die Presse, 12.03.2005 (Liederabend mit Gerold Huber)

 

„(…) vor allem aber dem hell timbrierten Bariton Christian Gerhaher, der den Löwenanteil bestreiten und selbst dort, wo er den Tölpel markieren muss, immer noch Balance wahrt und nicht ins Klamottige abstürzt, nicht einmal in den betrunkensten Tabernaliedern.“

FAZ, 11.01.2005 (Berliner Philharmoniker, Simon Rattle, „Carmina Burana“)

 

„Dabei hat die Hochachtung im Grunde nur einem zu gelten: dem Bariton Christian Gerhaher. Er hat als Liedsänger schon viel von sich reden gemacht. Nun weiß man auch, warum: der Mann versteht mit Leidenschaft und Phantasie zu gestalten. Er besitzt ein wundervoll leichtgängiges, ausdrucksstarkes und gleichzeitig geschmeidiges Organ (…) Gerhaher ist ein deutscher Künstler der Spitzenkategorie, dem nicht einzig das neue Jahr ausgiebig huldigen wird.“

Berliner Morgenpost, 31.12.2004 (Berliner Philharmoniker, Simon Rattle, „Carmina Burana“ )

 

„GERHAHER GIBT PRACHTDEBÜT

Als debütierenden Solisten hat das Concertgebouworchester den deutschen Bariton Christian Gerhaher herangeholt, der mit seiner reichen, kräftigen Stimme und seinen grundehrlichen, intelligenten Interpretationen eine der großen Hoffnungen dieser Zeit ist. Diesen Ruf bestätigt er hier. Ohne sich selbst   zu viel in den Vordergrund zu drängen, lässt er die eigene, charakteristische Schönheit der Psalmtexte für sich sprechen. Gerade durch diesen Abstand, den er hier einnimmt, bekommt Dvořáks Musik eine ergreifende Aussagekraft.“

Telegraaf, 26.11.2004

 

„Der 35-jährige Bariton verbreitet von Beginn an stimmliche Glücksgefühle, die das große Publikum rein physisch genießen kann. Sein kunstvolles, aber nie verkünsteltes Singen zeigt Geist und Esprit. Von der intimen Innenschau bis zur offenen dramatischen Geste steht ihm ein eindrucksvolles Arsenal der Gestaltung zur Verfügung, immer basierend auf einer luxuriös ausgepolsterten Stimme, der an Tonumfang, Dynamik und Farbe keine Grenzen gesetzt scheinen. Gerhaher singt mit Liebe   zum Detail und ist bei aller Ernsthaftigkeit auch um humorige oder ironische Tupfer nicht verlegen.“

Stuttgarter Nachrichten, 31.08.2004

 

„Tiefen Eindruck hinterließ Christian Gerhahers subtiles Einfühlungsvermögen in die von Schmerz und Verzweiflung geprägten Gesellenlieder, die der 1969 geborene Sänger so überzeugend interpretierte wie Franz Schuberts Winterreise auf seiner 2002 mit dem Echo Klassik-Preis ausgezeichneten Einspielung. Fast hätte man sich ernste Sorgen um den als Lied- und Opernsänger gleichermaßen gefragten Künstler machen können, so entrückt wirkte Gerhaher, der außer Gesang auch Medizin studierte, nach dem letzten Lied (…)“

Frankfurter Rundschau, 22.04.2004 (Bamberger Symphoniker, Jonathan Nott)

 

„Dies ist Liedinterpretation auf höchstem Niveau… Die Aufnahme ist fehlerlos. Wer den Zyklus zum ersten Mal hören möchte, muß nicht befürchten, daß er etwas anderes als das Allerbeste bekommt. Es ist eine Einspielung, die die Prüfung durch Zeit und Wiederholung bestehen wird.”

Gramophone, February 2004 (CD Besprechung  “Die schöne Müllerin”)

 

„Es ist denkbar, dass dieser Sänger, was in den letzten Jahren mit dem Liedgesang kaum mehr gelang, auch Konzertsäle füllen kann.“

Süddeutsche Zeitung, 17. Dezember 2003

 

„In puncto Dramatik und Energie haben die Gewandhauschöre Christian Gerhaher, dem Solisten der Titelpartie des großen Oratoriums, nur noch wenig entgegenzusetzen. Das heißt nicht, dass sie schlecht singen. Im Gegenteil!...Doch was wäre „Elias“ ohne den Titelhelden? Gerhaher hat die prophetische Kämpfernatur, leuchtet aber auch differenziert alle anderen Facetten aus. Dass er dabei in jeder Sekunde präsent ist und jedes einzelne Wort verständlich, ist atemberaubend. Gerade die innigen Arien geraten zu Sternstunden. Was für ein Auftakt für die Festtage!“

Leipziger Volkszeitung, 02.November 2003 („Elias“)

 

{Fünf Gabeln} „ … Man wagt zu glauben, dass diese Schöne Müllerin eine von denen ist, die man auch noch in einigen Jahren als eine der besten der Epoche bezeichnen wird.“

Diapason, November 2003 (CD-Besprechung „Die schöne Müllerin“)

 

„Mit der „Winterreise“ hat sich Christian Gerhaher sogleich in die vorderste Reihe der Interpreten dieses Zyklus aller Zyklen gesungen, bei über 100 Aufnahmen des Werkes keine geringe Leistung.“

Süddeutsche Zeitung, 09. September 2003

 

„Anderen wünschte man, dass sie so sängen wie Christian Gerhaher. Satte Farben, vor allem in der Tiefe, eine edel geführte Stimme, tadellose Textverständlichkeit. Seine Deutung der „Kindertotenlieder“ und der „Lieder eines fahrenden Gesellen“ erinnert an Thomas Hampsons Mahler-Gesang und spricht für die Liga, in der Gerhaher bereits zu singen imstande ist.“

Fono Forum, Juli 2003 (CD-Kritik)